„24 kleine Momente der Vorfreude: Ein selbst gebastelter Adventskalender zählt nicht nur Tage, sondern sammelt Erinnerungen.“
Ein selbst gebastelter Adventskalender gehört für viele Familien zum Dezember wie Plätzchenduft und Lichterketten. Das Schöne: Er muss weder teuer noch aufwendig sein. Mit 24 Zahlen zum Ausdrucken, ein paar Tüten oder Säckchen und einem freien Nachmittag entsteht etwas, das Kinder (und Erwachsene) jeden Morgen strahlen lässt. In diesem Beitrag findest du sieben einfache Ideen zum Adventskalender basteln, eine Material-Checkliste, Füll-Ideen ohne Süßigkeiten-Overload und einen kleinen Zeitplan, damit am 1. Dezember wirklich alles hängt.
Bevor du loslegst: drei Fragen
Spar dir Frust, indem du kurz drei Dinge klärst:
- Für wen? Kinder freuen sich über kleine Dinge zum Auspacken. Erwachsene mögen oft Gutscheine, Tee oder liebe Worte.
- Wie viel Platz? Eine Leine am Fenster braucht Wandfläche, eine Kiste nur ein Regalbrett.
- Wie viel Zeit? Rechne mit 1–2 Stunden für das Basteln und noch einmal so viel fürs Befüllen.
Das brauchst du für (fast) jede Variante
- 24 Adventskalender-Zahlen zum Ausdrucken (rund oder eckig)
- Fotokarton, 200–250 g/m², matt
- Schere oder Kreisstanzer – oder einen Plotter mit Print-then-Cut
- Lochzange, Kordel oder Bäckergarn
- Hüllen: Papiertüten, Stoffsäckchen, Streichholzschachteln oder Briefumschläge
- Wäscheklammern, Klebepunkte oder doppelseitiges Klebeband
Druck-Tipp: Drucke die Zahlen in „Tatsächlicher Größe“ (100 %). Dann passen die runden Zahlen aus meinem Freebie mit 3,7 cm Durchmesser mit einem 38-mm-Kreisstanzer (mit schmalem weißem Rand) ausstanzen oder lassen sich mit dem Plotter randgenau schneiden.
7 Ideen zum Adventskalender basteln
1. Die Klassiker-Leine mit Papiertüten
Spanne eine Kordel zwischen zwei Haken, Fenstergriffe oder Äste. Befülle 24 braune Papiertüten, falte die Oberkante zweimal um und klemme sie mit einer Mini-Wäscheklammer samt Zahl an die Leine. Zeit: ca. 1 Stunde. Kosten: unter 10 € für Tüten und Klammern.
2. Der Zweig in der Vase
Ein großer Tannen-, Birken- oder Haselzweig in einer schweren Vase wird mit 24 kleinen Säckchen behängt. Die Zahlen hängst du per Kordel an. Sieht nach Concept Store aus und ist in 30 Minuten fertig – vorausgesetzt, der Zweig ist stabil genug.
3. Streichholzschachteln für Mini-Überraschungen
Perfekt für kleine Dinge: Sticker, Haarspangen, ein Zettel mit einer Aufgabe. Beklebe 24 Schachteln mit Papier, klebe die Zahlen auf und staple sie zu einer Pyramide oder in eine flache Kiste.
4. Der Briefumschlag-Kalender für Erwachsene
Statt Dingen gibt es 24 Umschläge mit Worten: Komplimente, Erinnerungen, Gutscheine („Heute koche ich“, „Ein Abend ohne Handy“). Die Zahlen klebst du vorn auf. Ideal für Partnerinnen, Freundinnen oder die Oma, die schon alles hat.
5. Der Kita- oder Klassenkalender
Für Kita und Schule bewährt: 24 Zahlen an einer Leine, hinter jeder Zahl steckt ein Kärtchen mit einer gemeinsamen Aktion – ein Lied, ein Fingerspiel, eine Geschichte. Kein Kind geht leer aus, und niemand muss 24 Geschenke kaufen.
6. Der Aufgaben-Kalender ohne Geschenke
Weniger Zeug, mehr Zeit: Jeden Tag gibt es eine kleine Familien-Aktion. Plätzchen backen, Wunschzettel schreiben, Lichterspaziergang, Weihnachtsfilm mit Popcorn. Schreib die Aufgaben auf die Rückseite der Zahlen oder auf kleine Kärtchen.
7. Der Last-Minute-Kalender am 30. November
Nur noch ein Abend? Dann 24 Zahlen ausdrucken, ausschneiden und auf 24 Mandarinen, Nüsse oder kleine Schokoladen kleben – in einer Schale arrangiert sieht das trotzdem wunderschön aus.
Welcher Kalender passt zu welchem Alter?
Kleinkinder (2–4 Jahre) verstehen Zahlen noch nicht, freuen sich aber riesig über das tägliche Ritual. Hier sind große Säckchen in Augenhöhe ideal, gefüllt mit Dingen, die nicht verschluckt werden können: Bilderbuch-Gutscheine, Seifenblasen, ein Stück Obst in Geschenkpapier.
Kita- und Grundschulkinder lieben das Suchen. Häng die Zahlen ruhig durcheinander, dann wird jeder Morgen zur kleinen Schatzsuche. Rätsel, Malblätter und kleine Bastelaufgaben kommen in diesem Alter besonders gut an.
Teenager finden „Kinderkram“ schnell peinlich – einen Kalender mit Snacks, Gutscheinen für einen Kinoabend oder kleinen Geldbeträgen nehmen sie aber erstaunlich gern. Schlichte Zahlen in Creme und Terrakotta wirken erwachsener als bunte Comic-Zahlen.
Erwachsene mögen Zeit und Wertschätzung: 24 kleine Briefe, Lieblingsrezepte oder eine Teesorte pro Tag. Ein Kalender für den Partner oder die beste Freundin ist oft das persönlichste Geschenk der ganzen Saison.
Füll-Ideen: ohne Süßigkeiten-Overload
| Für Kinder | Für Erwachsene |
|---|---|
| Sticker, Radiergummis, Haargummis | Teebeutel, Badesalz, Lieblingsnüsse |
| Mini-Knete, Seifenblasen | Handcreme in Reisegröße |
| Gutschein: „Heute darfst du länger aufbleiben“ | Gutschein: „Frühstück ans Bett“ |
| Malvorlage oder Rätselblatt | Ein Lieblingsrezept auf einer Karte |
| Kleine Spielfigur | Ein schöner Bleistift oder Notizblock |
Mein Tipp: Plane etwa zwei Drittel „Kleinigkeiten“ und ein Drittel Gutscheine oder Aktionen. So bleibt der Kalender spannend, ohne dass das Budget explodiert.
Zeitplan: so hängt der Kalender am 1. Dezember
- Mitte November: Idee wählen, Zahlen ausdrucken, Material besorgen.
- Wochenende vor dem 1. Advent: Zahlen ausschneiden oder plotten, Hüllen vorbereiten.
- 27.–29. November: Befüllen. Am besten an einem Abend, an dem die Kinder schlafen.
- 30. November: Aufhängen und ein Foto machen – du wirst es später lieben.
Adventskalender mit dem Plotter basteln
Mit einem Plotter kannst du die Zahlen per Print-then-Cut ausschneiden: PDF-Seite oder PNG in Cricut Design Space, Silhouette Studio oder Brother CanvasWorkspace importieren, Schnittkontur erstellen und direkt aus der Software drucken. Alternativ plottest du Zahlen aus Vinyl oder Flexfolie und gestaltest damit Stoffsäckchen – einmal gemacht, nutzt du sie jedes Jahr. Welche Schriften sich für Zahlen besonders gut schneiden lassen, steht in Schriftarten für Plotter. Weitere Saison-Projekte findest du unter Weihnachten plotten.
Adventskalender-Zahlen zum Ausdrucken (gratis)
Die Zahlen 1–24 sind das Herz jedes Kalenders – und genau die gibt es bei mir kostenlos: Im Weihnachts-Printable-Set findest du die Adventskalender-Zahlen 1–24 als runde Anhänger (Ø 3,7 cm), dazu 8 Geschenkanhänger, einen Wunschzettel und einen Winter-Planer. Fünf Seiten, A4, 300 dpi.
Wenn du die Zahlen lieber passend zu deiner Deko in mehreren Varianten möchtest: Im Weihnachts-Printable-Bundle gibt es die Adventszahlen in drei Stilen, außerdem eine Adventskalender-Planungsseite, auf der du notierst, was in welches Säckchen kommt. Das spart dir am 14. Dezember die Frage „Hatten wir das nicht schon?“. 29 Seiten, 6,90 €, sofortiger Download.
Auch die passenden Geschenkanhänger zum Ausdrucken lassen sich wunderbar als Kalender-Zahlen verwenden – einfach die Zahl von Hand auf das „Für“-Feld schreiben.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann sollte ich anfangen, den Adventskalender zu basteln?
Am entspanntesten ist Mitte November. Dann bleibt genug Zeit zum Besorgen der Füllung, und du kannst am Wochenende vor dem 1. Advent in Ruhe basteln und befüllen.
Wie groß sollten Adventskalender-Zahlen sein?
Für Tüten und Säckchen sind 3–5 cm ideal. Meine runden Zahlen zum Ausdrucken haben 3,7 cm Durchmesser; mit einem 38-mm-Kreisstanzer bekommst du sie mit einem schmalen Rand sauber ausgestanzt.
Was kann ich statt Süßigkeiten in den Adventskalender tun?
Kleine Alltagsdinge wie Sticker oder Haargummis, Gutscheine für gemeinsame Zeit, Rätsel, Rezepte oder Aufgaben wie „Heute backen wir Plätzchen“.
Welche Hüllen eignen sich für einen DIY-Adventskalender?
Papiertüten, Stoffsäckchen, Streichholzschachteln, Briefumschläge oder Klopapierrollen, die du an beiden Enden einknickst. Wichtig ist nur, dass sie zur Größe der Füllung passen.
Kann ich den Adventskalender wiederverwenden?
Ja. Stoffsäckchen und laminierte oder auf festen Karton gedruckte Zahlen halten mehrere Jahre. Bewahre alles zusammen in einer beschrifteten Kiste auf.
Fazit
Ein selbst gebastelter Adventskalender muss nicht perfekt sein – er muss nur von Herzen kommen. Such dir eine Idee aus, druck dir die Adventszahlen gratis aus, und am 1. Dezember beginnt die schönste Zählerei des Jahres. Zeig mir gern deinen Kalender!





