„Eine Karte, ein paar ehrliche Zeilen, deine Handschrift – das ist Weihnachtspost, die man aufhebt.“
Jedes Jahr dasselbe: Man nimmt sich vor, dieses Mal rechtzeitig Weihnachtskarten zu schreiben – und dann ist plötzlich der 18. Dezember. Die gute Nachricht: Weihnachtskarten ausdrucken geht schneller als jeder Weg ins Schreibwarengeschäft und sieht mit dem richtigen Papier erstaunlich hochwertig aus. In diesem Beitrag zeige ich dir, welches Papier und welche Druckeinstellungen funktionieren, wie du Karten im A6-Format sauber zuschneidest, was du hineinschreiben kannst und wann du sie spätestens abschicken solltest.
Warum selbst gedruckte Weihnachtskarten?
- Persönlich: Du wählst Motive, die zu dir passen – und schreibst von Hand. Genau das bleibt in Erinnerung.
- Günstig: Ein A4-Bogen ergibt vier A6-Karten. Selbst mit gutem Karton liegst du meist deutlich unter dem Preis gekaufter Einzelkarten.
- Flexibel: Fehlt eine Karte für die Nachbarin? Einfach nachdrucken.
- Einheitlich: Karten, Geschenkanhänger und Tischkarten im gleichen Stil wirken wie ein kleines Gesamtkunstwerk.
Das richtige Papier für Weihnachtskarten
| Papier | Für wen? | Hinweis |
|---|---|---|
| Fotokarton matt, 250 g/m² | Allrounder | stabil, gut beschreibbar, läuft durch die meisten Tintenstrahler |
| Naturpapier/Recyclingkarton, 250–300 g/m² | Natur-Look | Farben werden etwas weicher – das passt gut zu Creme und Salbei |
| Strukturkarton (Leinen, Hammerschlag) | edle Karten | vorher eine Probe drucken, nicht jeder Drucker mag die Struktur |
| Glänzendes Fotopapier | Fotokarten | auf der Rückseite schwer zu beschreiben |
| Kopierpapier 80 g/m² | nur Probedruck | zu dünn, wellt sich |
Faustregel: Für Karten, die verschickt werden, nimm mindestens 250 g/m². Alles darunter knickt in der Post schnell.
Druckeinstellungen, die den Unterschied machen
- PDF in einem PDF-Programm öffnen (z. B. Adobe Acrobat Reader oder Vorschau), nicht im Browser.
- „Tatsächliche Größe“ bzw. 100 % wählen. Nur so passen die A6-Karten exakt auf die Schnittmarken.
- Papierart auf „Karton“ oder „Matt Fotopapier“ stellen, Qualität auf „Hoch“.
- Manueller Einzug für dicken Karton nutzen (meist hinten oder als Schacht).
- Probedruck auf normalem Papier – dann siehst du sofort, ob Ränder und Farben stimmen.
Viele Heimdrucker können nicht randlos drucken. Gute Vorlagen haben deshalb einen kleinen Rand oder Schnittmarken, sodass nichts Wichtiges abgeschnitten wird.
Zuschneiden: so werden die Kanten gerade
- Mit dem Hebelschneider oder Rollschneider schneidest du vier A6-Karten aus einem A4-Bogen in zwei Schnitten: einmal quer in der Mitte, dann jede Hälfte noch einmal.
- Mit Lineal und Cutter auf einer Schneidematte geht es genauso präzise – Klinge regelmäßig wechseln.
- Mit dem Plotter per Print-then-Cut: Seite in Cricut Design Space, Silhouette Studio oder Brother CanvasWorkspace laden, Rechteck als Schnittlinie setzen und aus der Software drucken. Besonders praktisch, wenn deine Karten abgerundete Ecken bekommen sollen.
Tipp für Klappkarten: Wenn du eine A6-Karte auf eine farbige Klappkarte (A5 gefaltet) klebst, wirkt sie sofort wie aus dem Papeterie-Laden – und du hast innen viel Platz zum Schreiben.
Was schreibe ich in die Weihnachtskarte?
Der leere Innenteil ist für viele das größte Hindernis. Ein paar Ideen, die immer funktionieren:
Kurz und herzlich - „Frohe Weihnachten und ein Jahr voller kleiner Glücksmomente!“ - „Schön, dass es dich gibt – heute und das ganze Jahr.“
Für Familie - „Danke für jede Umarmung, jeden Anruf und jedes Stück Kuchen in diesem Jahr. Frohe Weihnachten!“
Für Kolleginnen und Kollegen - „Danke für die gute Zusammenarbeit. Erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!“
Für Freundinnen - „Auf noch mehr Kaffee, Lachen und Bastelabende im nächsten Jahr. Frohe Weihnachten!“
Mein Tipp: Schreib einen Satz, der nur für diese Person gilt – eine Erinnerung an einen gemeinsamen Moment aus dem Jahr. Das macht aus einer Karte einen Schatz.
Wann muss die Weihnachtspost raus?
Die Post empfiehlt für Weihnachtsbriefe innerhalb Deutschlands, sie einige Tage vor Heiligabend aufzugeben. Die genauen Stichtage veröffentlichen Deutsche Post, Österreichische Post und Schweizerische Post jedes Jahr neu – schau am besten Anfang Dezember auf deren Websites nach. Für Karten ins Ausland solltest du deutlich mehr Zeit einplanen. Mein persönlicher Plan:
- Bis 1. Dezember: Adressliste aktualisieren, Karten ausdrucken.
- 1.–10. Dezember: Jeden Abend drei Karten schreiben. Das sind nur 15 Minuten.
- Bis Mitte Dezember: Auslandspost abschicken.
- Spätestens wenige Tage vor Heiligabend: Inlandspost einwerfen.
Weihnachtskarten ausdrucken kostenlos – oder lieber ein Set?
Kostenlose Weihnachtskarten zum Ausdrucken findest du an vielen Stellen. Achte auf eine Auflösung von 300 dpi, das A4-Format und darauf, dass die Lizenz private Nutzung erlaubt. Bei US-Vorlagen im Letter-Format werden manchmal Ränder abgeschnitten.
Bei mir bekommst du als Start das kostenlose Weihnachts-Printable-Set mit 8 Geschenkanhängern, Adventskalender-Zahlen 1–24, Wunschzettel und Winter-Planer – Karten sind darin nicht enthalten, aber die Anhänger passen perfekt zu jeder Weihnachtspost.
Wenn du Karten im gleichen Look suchst: Im Weihnachts-Printable-Bundle sind 8 Weihnachtskarten im A6-Format (vier pro A4-Seite) enthalten, dazu passende Geschenkanhänger in drei Stilen, Tischkarten und Gutscheine. 29 Seiten für 6,90 €, als PDF zum Sofort-Download. Ehrlich gesagt: Wenn du nur zwei, drei Karten brauchst, reicht eine kostenlose Vorlage. Das Bundle lohnt sich, wenn du Karten, Anhänger und Tischdeko einheitlich haben möchtest.
Drei Gestaltungsideen für mehr Wow
- Washi-Tape-Rahmen: Ein Streifen Washi-Tape in Gold oder Salbei am unteren Kartenrand wirkt edel und kaschiert minimal schiefe Schnitte.
- Kordel und Anhänger: Ein Stück Bäckergarn mit einem kleinen Geschenkanhänger um die Klappkarte gebunden – fertig ist der Mini-Gruß mit Extra.
- Plotter-Akzent: Ein kleiner Stern aus Glitzerkarton, mit dem Plotter geschnitten und mit einem Klebepad aufgesetzt, gibt der Karte Tiefe. Passende Motive findest du über meine Liste mit kostenlosen Plotterdateien.
Weihnachtskarten mit Kindern gestalten
Kinder lieben es, mitzumachen. Druck die Karten in Schwarz-Weiß oder nutze Ausmalbilder als Kartenvorderseite: Die Kinder malen aus, du schneidest zu und schreibst innen ein paar Zeilen. Großeltern freuen sich über nichts mehr. Weitere Vorlagen für Familie und Feste sammle ich in Printables Ideen zum Ausdrucken.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Karten sind leicht verkleinert: Im Druckdialog stand „An Seite anpassen“. Auf 100 % umstellen.
- Farbe verschmiert: Nach dem Druck 10 Minuten trocknen lassen, bevor du stapelst.
- Drucker zieht den Karton nicht ein: Einzelblatt über den manuellen Einzug, ggf. nur 250 statt 300 g/m².
- Schrift innen verläuft: Auf mattem Karton mit Gelstift oder feinem Fineliner schreiben, nicht mit Füller.
- Ränder ungleich: Mit dem Rollschneider an den Schnittmarken entlang statt nach Augenmaß schneiden.
Häufige Fragen (FAQ)
Welches Papier ist am besten für Weihnachtskarten zum Ausdrucken?
Matter Fotokarton oder Naturkarton mit 250 g/m². Er ist stabil genug für den Versand, lässt sich gut beschreiben und läuft durch die meisten Tintenstrahldrucker.
Wie viele Weihnachtskarten passen auf ein A4-Blatt?
Vier Karten im A6-Format (10,5 × 14,8 cm). Mit zwei Schnitten – einmal quer und einmal längs – hast du vier gleich große Karten.
Kann ich Weihnachtskarten auch mit einem Laserdrucker drucken?
Ja, viele Laserdrucker schaffen Karton bis etwa 200–220 g/m². Schau in die Angaben deines Druckers und nutze den manuellen Einzug. Glänzendes Inkjet-Fotopapier ist für Laserdrucker nicht geeignet.
Darf ich gedruckte Weihnachtskarten verkaufen?
Nur, wenn die Lizenz der Vorlage das ausdrücklich erlaubt. Die meisten kostenlosen und günstigen Vorlagen – auch meine – sind für den privaten Gebrauch gedacht.
Brauchen selbst gedruckte Karten mehr Porto?
Möglicherweise. Eine A6-Karte aus 250-g/m²-Karton wiegt rund 16 g, mit Umschlag kommst du schnell in die Nähe der 20-g-Grenze für den Standardbrief der Deutschen Post. Wiege deshalb eine fertige Karte samt Umschlag, bevor du frankierst – bei Klappkarten oder Deko-Elementen wird oft ein Kompaktbrief fällig.
Fazit
Mit 250-g-Karton, der Einstellung „100 %“ und einem Rollschneider sehen deine selbst gedruckten Weihnachtskarten aus wie gekauft – nur persönlicher. Plane ein paar Abende im Dezember ein, schreib jeder Person einen ganz eigenen Satz, und die Weihnachtspost wird zum schönsten Ritual der Adventszeit. Und für die Geschenke dazu: Hol dir die passenden Geschenkanhänger.





